Umweltkonferenz in Dharamsala am 3. Oktober 2009
Am 3. Oktober 2009 fand im indischen Dharamsala eine Umweltkonferenz statt, bei der die Zusammenarbeit von 108 Klöstern in Indien, Nepal und Tibet im Hinblick auf Wiederaufforstung und Umweltschutz besprochen wurde. Geleitet wurde die Komferenz von S.H. dem 17. Gyalwa Karamapa.
Unter anderem war die Wiederaufforstung der Himalayaregion Thema der Umweltkonferenz. Der gebürtige Tibeter Padma Wangyal stellte sein Projekt Tibetbaum im Rahmen der Konferenz vor. Als Arbeitsgrundlage dienen unter anderem buddhistische Grundsätze, die in einem Arbeitspapier formuliert wurden.Beim Projekt Tibetbaum geht es um die Existenz eines bedrohten Mini-Ökosystems auf dem Dach der Welt. In Nenang und in einigen einsamen und abgelegenen Bergregionen Tibets existieren lokale Mini-Ökosysteme mit Wacholderbäumen. Diese Ökosysteme existieren ohne irgednwelchen globalen Zusammenhang, ein seltenes und einmaliges Naturphänomen.
Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei diesem System um Relikte vergangener Zeiten, die Überreste großer zusammenhängender Wacholderwaldgebiete handelt. Padma Wangyal und seine Freunde habe es sich zur Aufgabe gemacht, diese Ökosysteme zu schützen und schrittweise Wiederaufforstung zu betreiben.
Die Gesamtergebnisse und das Protokoll dieser für die Himalayaregion zukunftsweisenden Konferenz sind auf der offiziellen Website S.H. dem 17. Gyalwa Karmapa unter http://kagyuoffice.org/2009.conference.environment.html zu finden. Das vorläufige Ergebnis für Padmas Bemühungen um Wiederaufforstung ist ebenso beeindruckend: Im Nennang-Kloster in Nepal wird eine Fläche für eine Baumschule zur Verfügung gestellt, die Grundlage für die Wiederaufforstung der Bergregionen ist damit gelegt. Für Padma ist das ein Riesenerfolg!
Herzliche Glückwünsche vom Nomadencamp!!
Die Konferenz endete mit einem gemeinsamen Gebet der Mönche, die aus Klöstern aus Tibet, Nepal und Indien angereist waren. S.H. der 17. Karmapa, Ogyen Trinley Dorje, trug als Schlusswort ein selbstverfasstes Gedicht mit dem Titel "Aspiration for the World" vor (aus dem Tibetischen übersetzt von Tyler Dewar):
World, we live and die on your lap,
On you we experience all our woes and joys.
You are our ancestral home of old.
Forever we cherish and adore you.
We wish to transform you into the pure realm of our dreams.
We wish to transform you into a land for all creatures,
Equal for all and free of prejudice.
We wish to transform you into a loving, warm and gentle goddess.
Our hope in you is so ever resolute.
So please be the ground on which we all may live
So all these wishes may come true,
So all these wishes may come true.
Do not show us the dark side of your character,
Where nature's calamities reign.
In every section of our world's land
May there thrive a fertile field of peace and joy,
Rich with the leaves and fruits of happiness,
Filled with the many sweet scents of freedom.
May we fulfil our countless and boundless wishes.
Wie ich finde, ein schönes und hoffnungsvolles Schlusswort..


