Die eigene Schamanentrommel - vom Wecken des Trommelgeistes

Die Schamanentrommel
Nach einer Sage hatte Erlik Khan [Mongolei] die ersten Schamanentrommel gebaut und das erste Schamanenritual vollzogen. In der Regel taucht die Seele eines alten Schamanen eines Tages plötzlich auf versetzt den Auserwählten in einen Zustand der Bewusstlosigkeit. In diesem Zustand hat der Auserwählte eine Vision: Er begegnet dem Totem-Tier des Stammes. Es führt ihn zu dem Baum, von dessen Rinde er den Rahmen seiner Trommel fertigen muss. Wenn er aus der Bewusstlosigkeit erwacht, geht der Auserwählte in den Wald, findet das Tier und den Baum aus seiner Vision und fertigt seine Trommel aus dem Fell des Tieres und der Rinde des Baumes.

Mit der Trommel verbinden wir uns mit dem Pulsschlag der Erde. Die Trommel dient seit Urzeiten als Rhythmusinstrument und Kommunikationsmittel. Schamanen quer durch alle Kulturen bedienen sich seit jeher dem Klang der Trommel für ihre Rituale, um in die nichtalltägliche Wirklichkeit zu reisen und um ihre Heilarbeit zu unterstützen.

Die gesamte Trommelwerkstätte wird in einem rituellen Rahmen eingebettet. Bewusst haben wir mit dem termin Ende Juni ein Vollmondwochenende gewählt..Wir werden uns bei der Auswahl der Materialien intuitiv führen lassen. Ein wichtiger Prozess ist die Kontaktaufnahme mit dem Tier, welches ihre Haut für unsere Trommel geopfert hat. Auch bei der Suche des Schlagstockes gehen wir hinaus in die Natur, um uns von ihr leiten zu lassen. Der Stock wird händisch aufgefilzt und nach belieben verziert. Eine Trommelreise, Geschichten und Rituale helfen uns in Kontakt mit dem Geist unserer Trommel zu treten und Ihn/Sie um Seine/Ihre Unterstützung für unsere Heilarbeit zu bitten.

Die Rahmen aus Esche oder Zirbe fertigt der Referent Hans-Georg Unterrainer selbst vor. Hans-Georg ist ein erfahrener Holzarbeiter, in seiner Werkstatt im österreichischen Lungnau entstehen wahre Meisterwerke. Eigens zum Workshop des Nomadencamps reist Hans-Georg - 2010 einmalig - an. Möglich sind Durchmesser ca 45|47|51 cm, auch eine ovale Form in verschiedenen Größen ist auf Wunsch machbar. Für die Bespannung der Rahmentrommelnist momentan Hirsch, Hirschkuh, Reh [für kleine ovale Trommeln] Ziege, Dammwild und eventuell Pferd verfügbar. [ihr könnt euch auch selbst um Tierfelle umsehen, bitte mit mir absprechen]

Bitte mitbringen:
Arbeitsbekleidung, scharfes Taschenmesser [besser Stanleymesser], 2-3 Rasierklingen [die altmodischen], und Farben oder Gegenstände zum Schmücken der Trommel, wie Federn, Steine etc.

Details

Termin:

19./20. Juni 2010

Ort: Modenbacher Hof, Burrweiler
Preis:

195,- Euro
inkl. einfacher Unterkunft
im Zelt und Verpflegung
+ Material je nach Größe 150-190 €

Referent Hans-Georg Unterrainer,
der TrommelBaueR
Anmeldung/Infos: Telefon: +49 178 6737047
E-Mail: michael@nomadencamp.de

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Fotos: HG. Unterrainer